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In der Nordsee entsteht ein riesiger Offshore-Windpark


Während sich in Österreich noch um jedes Windrad gestritten wird, ist man anderswo schon weiter. Auf einer Sandbank in der Nordsee, der sogenannten Dogger Bank, wird es nun ernst. Diese befindet sich mehr als 130 Kilometer von der britischen Nordostküste entfernt und liegt mitten in der Nordsee. Auf ihr wollen die Betreiber den, den eigenen Angaben nach, weltgrößten Offshore-Windpark erbauen. Diese Bezeichnung wird sich aber erst einmal bewahrheiten müssen. Auch Südkorea kündigte letztes Jahr im Frühjahr Planungen zu dem „weltgrößten Offshore-Windpark“ an. Welcher es am Ende tatsächlich ist, wird sich nach Fertigstellung zeigen. Bisher plant Südkorea größer, zumindest in der Theorie.

Vor der Küste Großbritanniens geht man nun zumindest die nächsten Schritte. Nach jahrelangen Planungen und Vorbereitungen gab die Dogger Bank Wind Farm nun Ende April den Baustart auf dem Meer bekannt.

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Dogger Bank Wind Farm soll sechs Mio. Haushalte versorgen

Die Ankündigungen klingen gigantisch. 3,6 Gigawatt Strom sollen nach Fertigstellung durch die Windräder auf der Dogger Bank  generiert werden. Das Projekt ist dabei in drei Sektoren unterteilt: Dogger Bank A, Dogger Bank B, Dogger Bank C. Jeder Abschnitt soll über eine Kapazität von 1,2 Gigawatt Strom verfügen. Die Fertigstellung des  Windparks ist mit dem Abschnitt C ist für März 2026 anberaumt. Heuer wird soll zunächst am Fundament gebaut werden, für 2023 ist die Installation der ersten Windturbinen geplant. Insgesamt sollen sechs Millionen Haushalte nach Fertigstellung des Projektes durch den Windpark versorgt werden. Zum Vergleich: Laut Statistik Austria gab es in Österreich zum Stichtag 31.10.2019 rund 4 Millionen Privathaushalte.

Interessant ist auch, wer hinter dem Großprojekt steckt. So ist die Dogger Bank Wind Farm ein Joint Venture aus dem norwegischen Energiekonzern Equinor (40 Prozent), der britischen Firma SSE Renewables (40 Prozent) und dem italienischen Energieanbieter Eni Plenitude (20 Prozent).

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Aufbau eines Gleichstrom-Unterwasserkabelsystems

Der offizielle Baustart fiel aber nicht durch die ersten Arbeitsschritte beim Fundament oder den Turbinen selbst, sondern durch etwas ganz anderes. Wie die Dogger Bank Wind Farm Ende April bekannt gab, markierte das Verlegen des ersten Abschnitts des Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ)-Exportkabels vor der Küste von Yorkshire offiziell den Beginn der Offshore-Bauarbeiten.  Als Hauptlieferant, sowohl für die Onshore, als auch die Offshore-HGÜ-Kabel, tritt das dänische Unternemen NKT auf. Diese geben an, dass Kabelverlegeschiff NKT Victoria einsetzen zu wollen, um das 320-kV-Gleichstrom-Unterwasserkabelsystem unter den Gegebenheiten der Nordsee zu installieren.

 

 




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