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Die nächsten 1.000 Unicorns werden Clean Energy-Startups


Seit 2012 erwarten Investor:innen jährlich mit Spannung den Jahresbrief von Larry Fink, der Chef des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock. Aufgrund der enormen Größe und des Einflusses von Blackrock gilt der Brief für viele als Indikator für künftige Anlagetrends. In diesem Jahr ruft Larry Fink CEOs dazu auf, langfristigere Perspektiven anzusteuern und nicht mehr die Anliegen der Gesellschaft zu vernachlässigen. “In der heutigen global vernetzten Welt muss ein Unternehmen Werte für alle seine Stakeholder schaffen und von ihnen geschätzt werden, um langfristig Werte für seine Aktionäre zu schaffen” so Fink in seinem Brief und weiter: “Für den langfristigen Erfolg ist es entscheidend, dass Sie den Zweck Ihres Unternehmens zur Grundlage Ihrer Beziehungen zu Ihren Stakeholdern machen.”

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Neue Unicorns werden aus Erneuerbaren Energien kommen

Deshalb sieht er die nächste Welle an erfolgreichen Startups vor allem in nachhaltigen Geschäftsideen. „Die nächsten 1.000 Unicorns werden keine Suchmaschinen oder Social-Media-Firmen sein, sondern nachhaltige, skalierbare Innovations-Startups, die der Welt bei der Dekarbonisierung helfen und die Energiewende für alle Verbraucher:innen erschwinglich machen“, schrieb Fink. Zur Erinnerung: Als „Unicorns “ werden Startups bezeichnet, deren Wert bei mindestens einer Milliarde US-Dollar liegt. Gerade die Dekarbonisierung sieht Fink als “größte Investitionschance unseres Lebens”.

Gemäß des letzten Quartalsberichts verwaltet das Unternehmen aktuell zehn Billionen US-Dollar. Davon hat es bereits den eigenen Angaben zufolge mehr als vier Billionen US-Dollar in nachhaltige Technologien investiert. „Wir konzentrieren uns auf Nachhaltigkeit, nicht weil wir Umweltschützer sind, sondern weil wir Kapitalisten und Treuhändler für unsere Kund:innen sind“, so Fink. Beweise für den Erfolg von nachhaltigen Innovationen seien laut ihm Gründer wie Elon Musk, der laut Forbes mit einem Nettovermögen von 266,5 Milliarden Dollar aktuell der reichste Menschen der Welt sei.

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„Es wird nicht über Nacht geschehen“

Obwohl Flink selbst aussagt, dass die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft unumgänglich für eine nachhaltige Zukunft ist, glaubt er nicht, dass dieser Wandel schnell vonstatten gehen wird. „Es wird nicht über Nacht geschehen. Wir müssen von braunen zu grünen Farbtönen übergehen“, schreibt Fink. Dennoch trägt sein Brief vielleicht dazu bei, dass dieser Wandel etwas schneller geschehen könnte. In Investor:innen-Kreisen hat seine Einschätzung viel Gewicht und könnte daher diese international vermehrt zur Förderung nachhaltiger Startups bewegen. Das könnte vielleicht die nötige Finanzspritze für viele gute Ideen bringen, welche oft so dringend gebraucht wird. 



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