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3,6 Millionen Euro für Gregor Demblins Exoskelett-Startup


Es ist sein Traum, mit seinen Jungs einmal den Gipfel eines Berges zu besteigen – und diesem Ziel kommt er immer wieder einen Schritt näher. Denn der Sozialunternehmer Gregor Demblin, nach einem Badeunfall seit 25 Jahren auf den Rollstuhl angewiesen, hat für sein zweites Startup Tech2People nun ein Millionen-Investment an Bord geholt.

Dabei geht es nicht nur um Exoskelette, um Menschen wieder laufen zu lassen, sondern vor allem um die dazu gehörigen Datenmodelle, die bei Neuro-Therapien zum Einsatz kommen sollen. Insgesamt sind es 3,6 Millionen Euro, die Demblin für Tech2People an Bord holt. 1,6 Millionen kommen dabei in Form von Eigenkapital aus dem Fair Finance-Fonds sowie von vier privaten Investoren aus Österreich und der Schweiz (die wollen lieber anonym bleiben), sowie aus einer Crowdfunding-Kampagne (by way of Greenrocket wurden 408.000 Euro eingesammelt). Weitere etwa zwei Millionen in Form von Fremdkapital in das Unternehmen.

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„Mit der Finanzierungsrunde erweitern wir das Therapieangebot und entwickeln vor allem ein Datenmodell, das Neuro-Therapien revolutionieren wird“, sagt Demblin zu Trending Topics. Er hat das Unternehmen 2017 gemeinsam mit Michael Seitlinger und Dennis Veit gegründet. Neben Tech2People hat Demblin auch das Sozialunternehmen myAbility am Laufen, das unter anderem eine Jobbörse für Menschen mit Behinderung betreibt.

Therapien für viele Fälle

Die Exoskelette, mit denen Menschen wieder Laufen lernen können, sind enorm teuer – sie kosten etwa 150.000 Euro. Demblin hat mit Tech2People das erste österreichische Therapieprogramm ins Leben gerufen, in dem Exoskelette als Therapiegeräte zum Einsatz kommen. Die Firma bietet derzeit im Krankenhaus zum Göttlichen Heiland robotische Neurotherapien an.

„Die Erfolge der Therapie sind so groß, dass wir heuer insgesamt 3,6 Millionen Euro investieren, um zusätzliche Geräte anzukaufen und die Therapiemethoden weiter zu verbessern“, sagt Demblin zu der Investmentrunde. Mit Hilfe der Finanzierung Therapiegeräte angeschafft, die für „ein extrem weites Spektrum an Betroffenen in Bezug auf Bewegungseinschränkung, Körpergröße und Gewicht geeignet“ geeignet sein sollen. „Das heißt vom Kind bis zum Senior kann jeder die passende Therapie finden. Sie werden bei Menschen mit Schädel-Hirn-Traumata, Multipler Sklerose, Querschnittlähmungen und Schlaganfall eingesetzt“, heißt es seitens Tech2People.

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